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Medizinisches Qigong nach Prof. Zhang

Kerstin am 22. März 2010

 Text folgt….

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Prof. Zhang und Dr. Kerstin Bastian, 2009

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Was ist Qigong?

Kerstin am 18. Oktober 2009

Qigong (sprich Tschi Gung) ist ein großes System von Bewegungs- und Gesundheitsübungen.

Qi wird häufig mit Lebensenergie übersetzt. Gong meint Pflege, Arbeit oder Training. Qigong ist also die Pflege der Lebensenergie.

Mit Qigong wird Neues aufgenommen und Altes ausgestoßen. Der Geist wird ruhig, der Körper kräftiger, die Atmung tiefer, das Herz genährt und das Qi vermehrt. Ein Mensch mit viel Qi ist wie Bambus: gesund, lebendig, kraftvoll und flexibel. Er kennt seine Mitte und kann dort verweilen. Seine Grundstimmung ist positiv. Die traditionelle chinesische Medizin sagt, wenn das Qi im Körper frei fließen kann, ist der Mensch gesund.

Die meisten Qigong-Bewegungen werden langsam, fast wie in Zeitlupe, durchgeführt. So lässt sich besonders gut spüren, wie angespannt der Körper ist und wie die Gedanken treiben oder genau diesen Moment, mitunter sogar sich selbst beobachten. Die runden Bewegungen und die ruhige Atmung werden Eins. Im entspannten Tun helfen bestimmte Bilder und die achtsame Wahrnehmung von Körperzonen oder Akupunkturpunkten den Geist zu beruhigen. Bewegung, Atmung und Vorstellungskraft werden gebündelt. Die so erzeugte starke Präsenz für diesen einen Moment führt zu einer Konzentration aller uns innewohnenden Kräfte. Dies unterscheidet Qigong deutlich von einer Funktionsgymnastik.

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Die Füße fest verwurzeln, den Kopf in den Wolken.

(Qigong-Prinzip)

Schon früh wurde in China die Natur studiert und deren Rhythmen systematisch erfasst. Mit Heilritualen und Heiltänzen sollten die beobachteten Auswirkungen auf die eigene Gesundheit übertragen werden. So ahmt man mit bestimmten Bewegungen die Gelassenheit und die Stärke eines Bären nach oder nutzt die Schönheit des Kranichtanzes, um Körper und Geist leicht und anmutig zu erhalten. Mit der Zeit wurden diese Beobachtungen verfeinert und ihre Auswirkungen genauestens erfasst. Es entstanden sehr durchdachte und praxiserprobte methodische Übungssysteme.

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Das Qigong-System lässt sich mit einem großen und starken Baum vergleichen. Die Wurzeln stellen die Ursprünge des Qigong dar, die 3000 - 5000 Jahre in die chinesische Geschichte zurückreichen. Den Begriff Qigong gibt es in China allerdings erst seit dem 20. Jahrhundert.

Die besonderen Körperhaltungen und-bewegungen im Qigong, der Atem und die Vorstellungskraft stellen in der Baum-Metapher die zentralen Elemente dar: den Stamm.
Die zahlreichen Äste und Blätter können mit den unzähligen Qigong-Stilen verglichen werden. Manche sind heute sehr populär, wie das Medizinische Qigong (Muskel-Knochen-Qigong, Herz-Qigong…), Yi Jin Jing, die 8 Brokate oder die 5 Tiere, manche sind bereits wieder in Vergessenheit geraten.

Übergeordneter Zweck aller Qigong-Übungen ist das Sammeln und Zirkulieren von Qi. In der Analogie des Baumes entspricht das Qi dem Baumsaft, der Nährstoffe und Energie mit den Wurzeln (Ernährung) und den Blättern (Atmung) aufnimmt. Leitbahnen (Meridiane) transportieren den Baumsaft (Qi) in jede Zelle, nähren diese, und entsorgen den Abfall.

Wenn das Qi frei und üppig kreist, dann werden im Schnee die Blumen blühen.

(Chinesisches Sprichwort)



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